Die direkte und permanente Umsetzung an den Schulen ist eine Säule des Konzepts, die auf die Beziehungsebene aufbaut und auf die enge Vernetzung mit anderen Berufsorientierungs- und Lebensplanungsangeboten abzielt.

Der langfristige Ansatz einer Drei-Phasen-Berufsorientierung von Klasse 7 bis Klasse 10 ist die zweite Säule.

In Klasse 7 werden die Schüler/Schülerinnen durch begleitete Praktika, den Berufeparcour, Biz-Besuche und Kompetenztests mit Berufe-Universum spielerisch an Strukturen und Methoden der beruflichen Orientierung herangeführt. Die enge Einbindung in den schulischen Alltag und besonders an das verbindliche Profil AC legt die Basis für eine erfolgreiche Beziehungsarbeit. Anknüpfungspunkt für die berufliche Orientierung sind die Ergebnisse der Orientierung in den Klassen 5 und 6, das Profil AC mit seinen Kompetenztests, die mit den Schülern/Schülerinnen reflektiert und dokumentiert werden.

Koordiniert von fachlich und pädagogisch geeignetem Personal entwickeln die Schüler/Schülerinnen in Klasse 8 klare Vorstellungen über für sie mögliche Ausbildungsberufe, über Anforderungen des Ausbildungsmarkts sowie eine individuelle Strategie zum Übergang Schule – Beruf. Dies geschieht u.a. im Rahmen von Beratungen, begleiteten Praktika und Bewerbungstrainings. Im Rahmen der Praktika lernen die Schüler/Schülerinnen zunehmend selbstständig zu agieren, insbesondere bei der Recherche von Praktikumsplätzen, der Kontaktaufnahme zu Betrieben und dem Erstellen von Bewerbungen.

In den Klassen 9 und 10 wird dieser Prozess fortgesetzt und mit den schulischen Leistungen der Schüler/Schülerinnen abgestimmt. Je nach geplantem Schulabschluss (Haupt- oder Werkrealschulabschluss) wird die Übergangsstrategie konkretisiert und deren Umsetzung begleitet, indem gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Bewerbungsunterlagen erstellt werden und sie auf Vorstellungsgespräche oder Eignungstests vorbereitet werden.

Die Schüler/Schülerinnen werden sich in diesem Prozess durchgängig mit ihren Berufswünschen und deren Vereinbarkeit mit der persönlichen Lebensplanung auseinandersetzen.

Parallel zu den Prozessen wird enger Kontakt mit anderen relevanten Akteuren gehalten, insbesondere der Berufsberatung und dem Jugendberufshelfer, der Schulleitung und der Lehrerschaft sowie Kooperationsbetrieben.

Die Zielrichtung der Ausbildungsberatung wird eng, verbindlich und für jede Schülerin/ jeden Schüler individuell mit Lehrkräften, Jugendberufshilfe und Berufsberatung und den Fachkräften des Heidelberger Übergangsmanagements Schule-Beruf abgestimmt, um Synergieeffekte zu nutzen und die Gesamtkohärenz der kommunalen Berufsorientierung zu gewährleisten.

Mit der Agentur für Arbeit findet mindestens alle zwei Monate ein Austausch statt, in dem Rückmeldung zum Verlauf der Maßnahmen gegeben werden.

An jeder Schule treffen sich alle am Übergang von der Schule in den Beruf Beteiligten im Laufe des Schuljahres zweimal zu standortspezifischen Abstimmungsrunden.

Das Regionale Bildungsbüro im Amt für Schule und Bildung Heidelberg koordiniert und steuert die Maßnahmen an den Heidelberger Schulen und vernetzt die beteiligten Akteure im Rahmen des Übergangsmanagements.

Der besonderen Bedeutung der Eltern in der beruflichen Orientierung wird Rechnung getragen durch spezielle Elternabende und die Einbindung der Eltern in berufskundliche Veranstaltungen, sowie durch Kooperation mit der schulischen Elternarbeit der Klassenlehrer. Außerdem werden Einzelberatungen für Eltern und Schüler gemeinsam angeboten.